Monitorarm kaufen: VESA, Tragkraft und Gasdruckfeder erklärt

Ein Monitorarm gibt Platz auf dem Schreibtisch frei und lässt dich Höhe, Abstand und Winkel des Bildschirms genau einstellen. Damit er zu deinem Monitor passt, musst du drei Dinge prüfen: die VESA-Halterung, die Tragkraft und die Befestigung am Tisch.

VESA: passt der Arm an deinen Monitor?

Auf der Rückseite der meisten Monitore sind vier Gewindelöcher in einem quadratischen Raster. Dieses Raster nennt sich VESA-Standard. Gängig sind 75 × 75 mm und 100 × 100 mm. Steht im Datenblatt deines Monitors „VESA 100×100“, muss der Arm dieselbe Lochung unterstützen. Das steht bei jedem Monitorarm in der Beschreibung.

Hat dein Monitor keine VESA-Löcher, sind Adapter erhältlich. Die Belastung sitzt dann aber an einer anderen Stelle des Gehäuses – Herstellerangaben prüfen.

Tragkraft und Gasdruckfeder

Die meisten Monitorarme arbeiten mit einer Gasdruckfeder: Sie gleicht das Gewicht des Monitors aus, sodass du ihn mit einem Finger nach oben oder unten bewegst und er in der Position bleibt. Jeder Arm hat eine Tragkraft-Spanne (von … bis … kg), die der Hersteller angibt.

Ist der Monitor zu leicht für die Feder, zieht sie ihn nach oben; ist er zu schwer, sinkt er ab. Liegt dein Monitor innerhalb der Spanne, und zwar nicht ganz am Rand, verstellt sich der Arm am zuverlässigsten. Bei Ultrawide-Monitoren solltest du besonders auf das Gewicht achten.

Befestigung: Klemme oder Durchführung

  • Tischklemme: Der Arm wird an der Tischkante festgeschraubt. Das geht bei den meisten Tischplatten, die nicht zu dick und nicht zu dünn sind (Herstellerangabe zur Plattenstärke beachten).
  • Durchführung (Tülle): Der Arm wird durch ein Loch in der Tischplatte gesteckt. Das ist stabiler, braucht aber ein Bohrloch.

Bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch achtest du darauf, dass die Kabel lang genug sind und der Arm die Bewegung der Tischplatte nicht blockiert.

Ein Arm oder zwei?

Ein Doppelarm trägt zwei Monitore an einer Stange. Er spart Platz, aber die Belastung an der Tischplatte ist höher. Bei zwei schweren Monitoren sind zwei Einzelarme oft stabiler.

Kabelführung

Ein guter Arm hat Kabelclips am Arm entlang. Das ist keine Kleinigkeit: Ohne sie hängen die Kabel durch und der Arm sieht unordentlich aus.

Nach dem Kauf: richtig einstellen

Sobald der Arm montiert ist, kommt die Einstellung. Wie hoch und wie weit weg der Monitor stehen sollte, erklärt unser Artikel Monitor richtig positionieren.

Typische Probleme – und wie du sie vermeidest

Der Monitor sinkt langsam ab. Meist liegt das am Gewicht: Er ist für die eingestellte Federspannung zu schwer. Die meisten Arme haben eine Stellschraube, mit der du die Feder nachspannst. Ist sie ausgereizt, brauchst du einen Arm mit höherer Tragkraft.

Der Arm wackelt beim Tippen. Das kommt von einer zu dünnen oder nicht ganz festen Tischplatte. Bei Platten aus Spanplatte mit dünner Kante hilft eine Klemme mit Gegenplatte, oder du nutzt die Durchführung.

Der Arm reicht nicht weit genug. Prüfe die Reichweite in den Herstellerangaben, vor allem bei Tiefen von über 80 cm. Bei kleineren Tischen kann ein Arm mit langem Ausleger den Monitor zu weit vom Körper wegführen.

Ein Monitor mit Standfuß. Du kannst den Standfuß meist abschrauben. Ohne Standfuß bleibt oft eine Abdeckplatte oder ein VESA-Adapter zurück – das steht in der Anleitung des Monitors.

Montage in fünf Schritten

  1. Standfuß vom Monitor abnehmen und die VESA-Platte am Monitor befestigen.
  2. Klemme oder Durchführung am Tisch montieren.
  3. Arm in die Halterung setzen und sichern.
  4. Monitor aufhängen, Federspannung einstellen.
  5. Kabel entlang des Arms führen und die Höhe an die Augen anpassen.

Rechne bei der Montage mit einer halben Stunde und lass dir helfen, wenn der Monitor groß ist.

VivaPy Redaktion

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